IVO
JASCHICK - deutschINGOLSTADT
Zur Halbzeit der Doppelrunde der DEL-Saison befinden sich die Ingolstädter
Panther an der Pole-Position. Sie haben die Siegesserie der Kölner Haie (13
Siege in Folge) mit zwei Gewinnen hintereinander gestoppt – aber die Partien
waren sehr spannend {4-2; 3-2}.
Nachdem die Panther aus Ingolstadt die „Lockout
Spieler“ Marco Sturm (San Jose Sharks, mittlerweile Boston Bruins), Andy
McDonald (Anaheim Mighty Ducks) und Jamie Langenbrunner (New Jersey Devils)
wieder an ihre NHL Clubs verloren hatten, dachten nicht viele Fans, dass
Ihre Panther so gut wären. Aber der Erfolg hat viele Namen:
1. Coach Ronald Kennedy (Cheftrainer der Medicine Hat Tigers (WHL ´88-´90);
Assistenztrainer bei den New York Islanders (94/95) und den Berliner
Eisbären; 96-98) versucht diese Raubkatzen – sehr erfolgreich – seit Sommer
2003 zu zähmen {Im Jahr davor stiegen die Ingolstädter in die DEL auf}.
2. Goalie Jimmy Waite (wurde ´87 an 8. Stelle von
den Blackhawks gedraftet) absolvierte 112 Matches für Chicago, San Jose und
Phoenix. Die „Mauer“ – so sein Spitzname – zeigt fast keine Schwäche: Seine
Reaktion im Tor ist schneller als der Puck fliegen kann. Fast jedes Mal ist
er schon dort, wo der „Gummistein“ hinfliegt. Außerdem versteht er
hervorragend mit seinem Torwarthandschuh und –schläger umzugehen. Wenn man
unbedingt nach einem Schwachpunkt suchen sollte, könnte man ihn eventuell
finden, wenn der Schlussmann versucht, zu spielen wie ein Abwehrrecke.
3. Manager Stefan Wagner versteht es seit 2003 die
wichtigsten Spieler zusammen zu halten und nur durch den Austausch einzelner
Kufencracks das Team erfolgreich zu verstärken.
4. In diesem Jahr spielen die deutschen Spieler eine
wichtige Rolle in der Mannschaft. Allen voran Yannic Seidenberg. Im letzten
Jahr noch bei den Kölner Haien, wo er nicht all zu gut zum Zuge kam, zeigt
er nun im Dress der Panther, was er bei den Medicine Hat Tigers gelernt hat
(87 Spiele; 24 Tore, 61 Vorlagen). Bis jetzt hat der junge „Himmelsstürmer“
16 Punkte (4 Tore, 12 Vorlagen) sammeln können. In der +/- Wertung bringt er
es auf beachtliche 14 positive Punkte, die wiederum ein Beleg für seine gute
defensive Arbeit sind. Bevor er in die bayrische Stadt Ingolstadt kam,
träumte er davon, mehr in der Offensive eingesetzt zu werden – er hat es
erreicht! Nun träumt er einen neuen Traum: „Ich möchte ein Teil des
olympischen Teams 2006 sein - vielleicht ist es zu spät – egal, ich werde
weiter hart an mir arbeiten, um wenigstens ein Mitglied der
Nationalmannschaft zu werden.“
5. Top-Stürmer Doug Ast kämpft mit dem Kölner Iwan
Ciernik um die Krone des Torjägers.
6. Die schon starke Verteidigung (Ken Sutton, Chris
Armstrong, Jakub Ficenek wurde auch noch von GM Stefan Wagner mit Jason
Holland (Manchester Monarchs) verstärkt. Sean Tallaire verstärkte noch den
schon gefährlichen Sturm der neuen Deutschen um Christoph Hohenleitner,
Florian Keller, Björn Barta und Yannic Seidenberg (Sein Bruder Dennis spielt
bereits in der Verteidigung der Philadelphia Flyers).
Falls die Schlüsselspieler gesund bleiben sollten, könnte es durchaus sein,
dass Ingolstadt 2006 die erste Meisterschaft feiert.
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